7 Tipps: So bleibst Du entspannt, wenn’s mal nicht rund läuft…

von 14. Dezember 2017Unzufriedenheit

Ich war echt total aufgeregt.

In meinen Fingern kribbelte es und ich scharrte regelrecht mit den Hufen. Nur noch einmal schlafen! Ich konnte es kaum erwarten.

Morgen wird mein erster Online-Kurs zum Leben erweckt. Der Kurs, den ich schon seit über einem Jahr (!!!) im Kopf entwickelt habe. Morgen ist der Tag, an dem ich endlich anfange, den Kurs auf Papier zu bringen.

Du kannst das vielleicht nicht nachvollziehen, aber für mich ist das wie Weihnachten für ein Kleinkind – ich bin voller Vorfreude und Aufregung.

Der nächste Morgen.

Nur noch die Kinder wegbringen, und dann geht’s los.

Piep, Piep.
Eine Nachricht der Tagesmutter meines kleinen Sohnes. Ihre Tochter ist krank, deshalb kann sie heute nicht betreuen. Okay, dann bleibt der Kleine heute daheim, dass heißt ich kann nicht arbeiten.

Naja, kein Problem, dann beginne ich halt morgen – auf einen Tag mehr oder weniger kommt es jetzt auch nicht an.

Das war vor drei Monaten. Und seitdem bin ich keinen einzigen Schritt weiter gekommen.

Ständig kamen Dinge in meinem Leben daher, die mich daran hinderten anzufangen. Und das über drei Monate lang!

Um’s mal auf den Punkt zu bringen:

Es läuft einfach nicht bei mir!

Das ist echt ganz schön nervig, frustrierend, und kräftezehrend.

Aber trotzdem bin ich in der Zeit relativ cool und gelassen geblieben. Meistens. Hab die Dinge so angenommen, wie sie kamen und hatte eine gute Zeit.

Außer bei meiner heftigen Mandelentzündung – da war ich nicht mehr gelassen.

Aber auch sonst hätte ich schwer frustriert durch die Gegend laufen können. Bin ich aber nicht.

Wie ich das angestellt habe, verrate ich Dir jetzt.

Anfangen möchte ich mit diesem Zitat von Gay Hendricks. Das hat mir sehr geholfen:

„Wenn Du Dich in einer belastenden Situation befindest, frage Dich als erstes: „Kann ich etwas an der Situation ändern? Wenn ja: ändere sie. Wenn nicht, akzeptiere die Situation und nimm sie an.“

Recht hat er. Auch wenn das jetzt nichts neues ist, aber mit dem Satz ist einfach alles gesagt.

Und wenn es bei Dir auch mal nicht läuft, stell Dir als allererstes Mal diese Frage. Das ist auch mein erster Tipp.

1. Stelle Dir die entscheidende Frage:

„Kann ich jetzt etwas an der Situation ändern?“

Das klingt jetzt recht einfach. Ist es aber nicht unbedingt.

Als Beispiel: Wenn Du in Deinem Job unglücklich bist, dann kündige. Wenn Du in Deiner Beziehung unglücklich bist, dann trenn Dich. Wenn Du ständig Streit mit Deinen Eltern hast, brich den Kontakt ab.

Und? Ist da jetzt eine Stimme in Dir, die sagt: Nein, dass kann ich doch nicht tun. Ich muss doch Geld verdienen oder ich kann doch meiner Mutter nicht das Herz brechen.

Doch, Du könntest das alles tun. Du musst nicht an diesem Arbeitsplatz bleiben, Du kannst auch woanders Geld verdienen. Du musst Dich nicht selbst quälen, nur damit es anderen gut geht.

Es ist natürlich vollkommen okay, wenn Du nicht kündigst, Dich nicht trennst und auch den Kontakt zu Deinen Eltern weiterhin aufrecht erhältst.

ABER: Dann ist es Deine freie Entscheidung. Dann bist Du nicht das Opfer in dieser Situation, sondern Du hast Dich freiwillig dazu entschieden, so weiterzumachen.

Und das macht einen großen Unterschied und hat eine ganz andere Dynamik.

2. Entladung

Bevor Du jetzt ganz cool und gelassen mit den Hindernissen des Lebens umgehen kannst, dürfen erst mal alle Gefühle raus, die gerade da sind.

Sei frustriert, genervt, wütend. Ärger Dich über die blöden Stolpersteine im Leben. Weine vor Wut, schlag auf Kissen ein, schreie so laut Du kannst (das funktioniert übrigens hervorragend im Auto). Hab Mitleid mit Dir. Fühl Dich ungerecht behandelt.

Egal, was da alles in Dir hochkommt, raus damit. Nix wegdrücken, nix verdrängen sondern ausleben.

Das ist wichtig, um die negativen Gefühle auch aus Deinem Nervensystem raus zu bekommen.

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Das einzige, was hier wichtig ist, dass es zeitlich begrenzt ist. Ein Tag ist okay, eine Woche auch, von mir aus auch einen Monat – aber dann ist handeln angesagt.
Ich kenne Menschen, die fühlen sich ihr ganzes Leben lang ungerecht behandelt, sind ihr ganzes Leben lang frustriert und wütend. Das bringt Dich natürlich nicht weiter.
Also pass auf, dass Du hier nicht stecken bleibst, sonst wirst Du ein frustrierter, gereizter unausstehlicher Zombie.

3. Akzeptieren und annehmen

Nachdem Du die Stufe 2 hinter Dir hast, kommt das akzeptieren.

Da finde ich das Zitat von Hendricks wieder sehr hilfreich. Wenn Du nichts ändern kannst (oder willst), dann kannst Du es nur akzeptieren und annehmen.

Und deshalb ist die beste Möglichkeit, sich zurückzulehnen und zu sagen: Ja mei, das ist halt jetzt so. Passt mir zwar nicht in den Kram, aber ich kann es nicht ändern. Wird auch irgendwann wieder anders werden.

4. Hör auf zu kämpfen

„Kämpfe nicht gegen die Realität, denn diesen Kampf wirst Du immer verlieren“. Ein so wahres Zitat von Byron Katie.

Kämpfe nicht gegen das, was ist, wenn Du es nicht ändern kannst.

Das gilt für äußere und innere Umstände. Wenn Du traurig bist, bist Du traurig. Basta. Du musst es nicht verdrängen oder dagegen ankämpfen. Und Du wirst sehen, wenn Du nicht dagegen kämpfst, ist die Traurigkeit viel schneller vorbei.

Genauso ist es mit äußeren Zuständen. Wenn es regnet, dann regnet es. Du kannst Dir deswegen den Tag versauen oder auch nicht – das ist Deine Entscheidung. Aber es wird so oder so weiter regnen.

5. Sei geduldig

Ich höre Dich gerade sagen: „Das ist genau mein Problem. Ich bin so ungeduldig!“. Stimmts;-)?

Aber keine Sorge, Geduld kann man lernen.

Manche Dinge brauchen einfach Zeit. Ich hab immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es nichts bringt, etwas übers Knie zu brechen. Da ist bei mir noch nie was Gutes raus gekommen.

Und manchmal ergab sich einfach was, ohne dass ich es geplant hatte, und es sind ganz wunderbare Dinge daraus entstanden.

Lass die Zeit einfach mal für Dich arbeiten, und lass die Dinge geschehen, wie sie sich natürlich entwickeln.

6. Bleib realistisch

Wenn es nicht läuft, dann steigern wir uns allzu gerne rein. Ganz nach dem Motto:

Alles ist scheiße, nichts läuft. Kotzt mich alles an zur Zeit. Würde mich am liebsten vergraben und Winterschlaf halten. Alles Scheiße, Deine Elli.

Aber wenn Du mal ganz realistisch bist, und den Anteil, der sich da grad voll reinsteigert zur Seite stellst, wirst Du merken:

Es ist gar nicht Dein ganzes Leben scheiße.
Es ist vielleicht ein Bereich in Deinem Leben, der nicht läuft, vielleicht auch zwei. Aber es gibt es noch genügend Bereiche, in denen es rund läuft.

Also, tief durchatmen. Und umdenken. Ersetze einfach „alles ist scheiße“ mit „Im Job läufts einfach nicht“. Das klingt doch gleich ganz anders, oder?

7. Sehe die Dualität

Auch wenn Du es Dir im Moment überhaupt nicht vorstellen kannst: Alles hat immer zwei Seiten. Immer.

Wenn Du im Moment grade nur die negative Seite siehst, ist das okay. Aber mach Dir bewusst, dass das nur die eine Seite ist. Es gibt immer auch eine gute Seite dazu. Du weißt vielleicht noch nicht, wofür die Situation gut ist.

Deshalb versuche einfach darauf zu vertrauen. Mir wurde die positive Seite manchmal erst Jahre später bewusst.

In meinem Fall weiß ich es tatsächlich schon jetzt. Die Hindernisse der letzten Monate haben mir langfristig viel Zeit und Geld gespart.

Während der letzten Monate kam nämlich in mir immer wieder die Frage auf: Wo will ich in der nächsten Zeit hin mit meinem Unternehmen? Wie will ich wahrgenommen werden? Wo will ich aktiv sein? Was werde ich abgeben?

Das heißt, momentan ist jetzt meine Prio 1 erst mal, meine Positionierung nochmal gründlich zu überarbeiten. Und dann fang ich auch meinen Kurs auszuarbeiten.

Das heißt mein Kurs wird gleich in die neue Positionierung integriert. Wenn der schon fertig gewesen wäre, hätte ich vermutlich im nach hinein viel korrigieren und überarbeiten müssen.

Unterm Strich ist es also perfekt gelaufen, genauso wie es ist.

Fazit: Gib dem Leben auch mal eine Chance und lass es laufen.

Lass es Dir gut gehen,
Deine Rosina

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PPS: Wenn Du Frage oder Anregungen hast, dann schreib mich gerne an unter mail@praxis-inventio.de oder hinterlasse hier einen Kommentar.

Praxis Inventio, München

Rosina Geltinger, Heilpraktikerin für Psychotherapie,
psychologischer Coach, Kursleiterin für Entspannungsverfahren
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Über die Autorin: Rosina Geltinger

Ich helfe Menschen Krisen zu überwinden, und die darin verborgenen Schätze zu bergen. Denn in jeder Krise steckt eine Riesenchance.

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie, Kursleiterin für Entspannungsverfahren und blogge hier auf meinem Blog www.praxis-inventio.de/blog. Mehr über mich erfährst Du hier.

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